Diesen Absturz hat im Kreisverband niemand erwartet
Der Wahlabend der Osterholzer LINKEN in Osterholz-Scharmbeck
Alle waren sich darüber klar: Einfach wird es für DIE LINKE auch im Kreisverband Osterholz nicht. Auf Bundes- und Landesebene wurde die Partei schon seit Monaten abgeschrieben. Aber den Verlust der Landtagsfraktion und ein Minus von vier Prozent bei den Wählerstimmen hatte sich niemand vorstellen mögen. Trotzdem blickten die Mitglieder und Freunde der Partei am Wahlabend stolz auf einen aktiven Wahlkampf zurück.
Die frühere Fraktionsvorsitzende im Niederächsischen Landtag, Tina Flauger, macht in ihrer Wahlbewertung auf einen wichtigen Punkt aufmerksam: „Wir werden klug überlegen müssen, was in der nächsten Zeit zu tun ist, um linke Politik so attraktiv zu machen, dass uns die Menschen nicht nur - wie ich es hunderte mal erlebt habe - am Infostand sagen, wir hätten recht, sondern uns dann auch ihre Stimme geben, noch besser bei uns mitmachen.“
Wahlkreiskandidatin Eva Schäfer sagte dem Osterholzer Kreisblatt: „Dass wir es nicht in den Landtag geschafft haben, ist sehr, sehr schade.“ Entmutigen lasse sie sich davon aber nicht. „Wir müssen dann eben außerhalb des Landtags für soziale Gerechtigkeit und gegen Studiengebühren kämpfen“, so Schäfer.
Arnold Neugebohrn, Kreisvorsitzender der Osterholzer LINKEN. „Auch wenn wir jetzt eine heftige Niederlage einstecken müssen, werden deshalb die Ziele und Forderungen, für die wir da sind, nicht falsch!“
„Wir werden SPD und Grüne zwar nun nicht mehr direkt im Niedersächsischen Landtag daran erinnern können, wie sie vor dieser Wahl die soziale Gerechtigkeit entdeckt haben. Das werden wir jetzt an jedem Ort und jedem Kommunalparlament im Landkreis tun müssen – und natürlich auch im Bundestag,“ ergänzt Bundestagsabgeordneter Herbert Behrens.

