Aktionen gegen die Schießung der Post.
20-12-2008
Binnen weniger Stunden waren 60 Unterschriftenlisten gefüllt. 672 Bürgerinnen und Bürger protestieren mit ihrer Unterschrift gegen die Schließungspläne der Post AG.
Herbert Behrens, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck:
„Die Protestunterschriften werden den Verantwortlichen noch vor Weihnachten zugeschickt. Angesichts des eindeutigen Wunsches der Bürgerinnen und Bürger werden wir jetzt eine Resolution in den Stadtrat einbringen. Die Postoberen sollen wissen, dass sie es in Osterholz-Scharmbeck mit der gesamten Bürgerschaft zu tun kriegen, wenn sie ihre bürgerfeindliche Entscheidung nicht zurücknehmen.
Wir machen uns keine Illusionen darüber, was eine Unterschriftensammlung und eine Resolution bewirken können. Aber wir haben erfahren, dass die Bürger etwas unternehmen und sich nicht klaglos der Entscheidung eines privatisierten früheren Staatsunternehmens fügen wollen. Die Unterschriftensammlung kann nur ein Anfang sein, wir werden mit dem Antrag für eine gemeinsame Erklärung des Stadtrates den nächsten Schritt tun. Spätestens dann werden sich Bürger, Gewerbetreibende und Einzelhändler gemeinsam gegen die Entscheidung der Post wehren müssen. DIE LINKE wird dabei eine verlässliche Partnerin für die Interessen der Osterholz-Scharmbecker sein."
13.12.2008
"Wut im Bauch" haben die Osterholz-Scharmbecker über die Entscheidung der Post AG, die Scharmbecker Filiale zum Mai 2009 schließen zu wollen.
Da war die Aktion der LINKEN-Stadtratsfraktion die richtige Gelegenheit, diese Wut zu äußern. Binnen 90 Minuten waren mehr als 250 Unterschriften gesammelt. Am nächsten Sonnabend (20.12.) stehen Mitglieder der LINKEN noch einmal in der Scharmbecker Innenstadt, um Protestunterschriften gegen die Entscheidung der Post zu sammeln.
Die Unterschriften sollen der Deutschen Post AG noch vor Weihnachten übergeben werden. „Wir tragen aber keine Wünsche ans Christkind vor, sondern die Forderung der Bürger der Stadt an ein Unternehmen, an dem die Bundesrepublik die Aktienmehrheit hält“, sagt Herbert Behrens, Vorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck. „Hier ist die LINKE.“
Weit sichtbar verriet die Umhängetasche, dass Mitglieder der LINKEN an diesem Sonnabend in Aktion waren. Passanten, auf dem Weg zum Wochenend- und Weihnachtsverkauf, ließen sich gern nach ihrer Meinung zum Thema „Schließung der Scharmbecker Postfiliale“ fragen. Die Antwort war die Protestunterschrift auf der Sammelliste. „Die Kirche im Dorf lassen und die Post auch!“ ist die Unterschriftenliste überschrieben. „Keinem ist es egal, was mit der Post passiert“, sagt Helga Diefenbruch-Blidon, Mitinitiatorin der Aktion, „die Leute sind regelrecht empört über diese kundenfeindliche Entscheidung der Postzentrale“. Ihr wurde vom dramatischen Personalabbau in der Postfiliale berichtet: von 11 auf fünf Angestellte sei die Belegschaft in der Scharmbecker Filiale geschrumpft.
Zwei Polizisten wollten nicht auf der Liste der LINKEN unterschreiben. Das sei ihnen im Dienst untersagt, erfuhr Eva Rentzow. Aber wie viele Andere unterstützen auch sie die Forderung, die Scharmbecker Post zu erhalten. „Wir organisieren die Unterschriftensammlung. Es geht uns dabei aber nicht vorrangig um unsere Partei, es geht uns um unsere Post. Und dafür holen wir uns gern kalte Hände und eine kalte Nase“, sagt die Aktivistin.
Für die Fraktion der LINKEN im Rat der Stadt ist klar: Der Bürgerwille muss von der Post respektiert werden. „Wir werden mit den Unterschriften der Osterholz-Scharmbecker Druck machen auf die Post-Oberen“, sagt Herbert Behrens, Vorsitzender der Linksfraktion im Stadtrat. „Wir werden uns aber auch an die Bundestagsabgeordneten wenden. Unsere Forderung: Die Aufsichtsräte, teils bestellt durch die Bundesregierung, sollen erklären, ob sie diese Politik der Post unterstützen.
Unterschriftensammlung gegen Schließung der Post
Die Post in der Scharmbecker Innenstadt soll geschlossen werden. Im nächsten Jahr sollen Einzelhändler in so genannten "Shop-in-Shop-Centern" die Aufgaben der Postangestellten übernehmen. "Ein weiterer Abbau bürgernaher Dienste", sagt dazu Herbert Behrens, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Stadtrat Osterholz-Scharmbeck,
Die Linksfraktion im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck protestiert gegen diesen bürger- und kundenfeindlichen Plan. Mit einer Unterschriftensammlung soll Druck gemacht werden auf die Verantwortlichen der Deutschen Post AG.
Am Sonnabend, 13. Dezember, ab 10.30 Uhr werden Mitglieder der LINKEN Unterschriften für den Erhalt der Filiale sammeln. Das Motto: Die Kirche im Dorf lassen – und die Post auch!"
Treffpunkt: vor der Post am Marktplatz.



