Mit dem Fahrrad schneller als mit Bus und Bahn
In Worpswede fährt der Bus nach Grasberg vor der Nase weg
Wer im Landkreis Osterholz auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen ist, hat schlechte Karten. Manchmal sogar sehr schlechte. DIE LINKE probierte aus, wie gut – oder auch wie schlecht – es um die Verkehrsverbindungen steht. Das Ergebnis der „Rallye“ quer durch den Landkreis: Mit dem Fahrrad kommt man von Schwanewede nach Grasberg schneller, als mit den „Öffis“. Daraus ist der Schluss zu ziehen: Die Verkehrsanbindungen im Landkreis müssen besser werden!
Hans-Henning Adler kandidiert für DIE LINKE für das Amt des Landrates und hat sich des Themas angenommen. Und so verabredeten Adler und der Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens einen Vergleich. Wer schafft es schneller von Schwanewede nach Grasberg , Behrens mit dem Fahrrad oder Adler mit Bus und Bahn?
Kurz vor 15 Uhr schickt Eva Schäfer die Vergleichsfahrer auf den Weg. Erstes Ziel ist die Busshaltestelle Am Markt. Um 15.02 Uhr geht es planmäßig es los. Adler steigt mit seinen Begleitern, unter ihnen Kreisvorsitzender Arnold Neugebohrn, in den Bus 94 Richtung Bremen-Gröpelingen, denn wer von Schwanewede in die Kreisstadt will, der muss erstmal ins Nachbarbundesland Bremen. Stationen sind Vegesack, Burg und dann Osterholz-Scharmbeck. Zweimal umsteigen bis hierher, dann noch zweimal umsteigen, damit das Grasberger Rathaus erreicht wird.
Die Radfahrer Herbert Behrens und seine beiden Begleiter warteten schon seit zehn Minuten am Osterholz-Scharmbecker Bahnhof, als das „Öffis“-Team um 15.58 Uhr dort mit der RegioSBahn eintraf. Dann ging es in die zweite Etappe der Tour.
In Worpswede endete der Vergleich. Das „Öffis“-Team sah den Anschlussbus nach Grasberg nur noch von hinten; man war mit knapp fünf Minuten Verspätung an der Anschlusshaltestelle eingetroffen. Eine Stunde lang wollten Adler und seine Begleiter nicht auf den nächsten Bus warten und ließen sich mit dem Begleitbus der Osterholzer LINKEN nach Grasberg fahren. Dort warteten die Radler seit 16.55 Uhr am Rathaus.
Der Praxistest der Verkehrsverbindungen bestärkt den Landratskandidaten der LINKEN, Hans-Henning Adler, in seiner Forderung: Der nächste Landrat muss das Thema öffentlicher Personennahverkehr zur „Chefsache“ machen.
Kommentar von Arnold Neugebohrn, Kreisvorsitzender DIE LINKE. OHZ


