DIE LINKE. Osterholz am Frauentag aktiv
Rosenverteilung vor Supermärkten
Am Beispiel der Frauen im Einzelhandel wird deutlich, wie berufliche Nachteile von Frauen aussehen. Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit gibt es im Landkreis Osterholz im Einzelhandel 2789 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, davon 1947 Frauen. 41,7 Prozent der Beschäftigten im niedersächsischen Einzelhandel arbeiten unterhalb der offiziellen Niedriglohngrenze von 10,36 Euro. Die Beschäftigten in Minijobs sind dabei nicht mit gezählt. DIE LINKE unterstützt daher die Beschäftigten in ihrem Kampf für gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne. „In den anstehenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel fordern wir auch die Kunden auf, sich mit den Verkäuferinnen und Verkäufern solidarisch zu zeigen“, erklärt Eva Schäfer, stellvertretende Vorsitzender der LINKEN im Landkreis Osterholz.
Bundesweit kämpfen zurzeit drei Millionen Beschäftigte im Einzelhandel um ihr Weihnachtsgeld, freie Wochenenden und Nachtzuschläge, nachdem die Arbeitgeber die bestehenden Tarifverträge aufgekündigt haben. „Die Arbeitgeber blasen mit einer Kündigung aller Tarifverträge zu einem Generalangriff auf soziale Errungenschaften und Rechte im Einzelhandel und treffen damit vor allem Frauen. DIE LINKE unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Kampf um bessere Tarifverträge. Die LINKE setzt sich darüber hinaus dafür ein, Arbeit, Zeit und Reichtum gerecht zu verteilen“, erklärt Arnold Neugebohrn; Vorsitzender der Osterholzer LINKEN. Nur so könne die anhaltende Benachteiligung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft überwunden werden. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro stelle einen Schritt in diese Richtung dar, so Neugebohrn.
Rosen vor Supermärkten
Um auf die Bedeutung des Internationalen Frauentages und auf die Bedeutung jeder einzelnen Frau in unserer Gesellschaft hinweisen, werden MandatsträgerInnen, Mitglieder und SympathisantInnen der LINKEN werden am Freitag vormittags und nachmittags Rosen in und vor verschiedenen Supermärkten in Osterholz-Scharmbeck, Worpswede, Grasberg und Lilienthal verteilen.

