Nachrichten aus dem Landkreis Osterholz
Kranich aus Stahl für den Friedenspfahl
Das Friedensbündnis OHZ stellte einen Friedens-Kranich aus Stahl auf dem in Osterholz-Scharmbeck vor. Die Nachbildung der bekannten Origami-Kraniche wird in weinigen Wochen als Teil des Friedenspfahl im Scharmbecker Stadtpark zu sehen sein. Das Mahnmal soll an den grausamen Tod Hundertausender Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erinnern.
Bei einer Mitmach- und Gedenkaktion am Freitag (8.8.) auf dem Marktplatz falteten Bürgerinnen und Bürger Kraniche und stellten kleine Friedenspfähle her. Auf Stellwänden gab es Informationen zur Vernichtung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch amerikanische Atombomben.
Bürgermeister Torsten Rode betonte in seiner Rede, dass alles getan werden müsse um nach 80 Jahren einen Atomwaffeneinsatz zu verhindern. Die Stadt trage im Städtebündnis ‚Mayors for Peace‘ gemeinsam mit 800 deutschen und weltweit tausenden Städten dazu bei. Sie fordern den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffen-Verbotsvertrag. Die Gefahr durch Nuklearwaffen sei drastisch gestiegen: 2015 stand die Weltuntergangsuhr (auch als Atomkriegsuhr bekannt) auf 5 vor Zwölf, heute zeige sie auf weniger als 2 Minuten vor Mitternacht.
Die Schmiede der ‚Oll‘n Handwarkers’ vom Lilienhof in Worphausen haben den Kranich aus Stahl hergestellt. Der anwesende Schmied Harald Geiger beantwortete interessierten Besuchern Fragen zu der auffälligen Skulptur mit 160 cm Spannweite. In wenigen Wochen soll der Kranich Teil eines drei Meter hohen Friedenspfahls im Stadtpark werden. Er wird schon am kommenden Sonntag, 17. August, in Worphausen beim Handwerkermarkt auf dem Lilienhof zu sehen sein. Dort werden die Schmiede für den Frieden Nägel aus Stahlteilen der Berliner Mauer herstellen und gegen Spende abgeben.

