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Nachrichten aus dem Landkreis Osterholz

Johanna-Sophie, Philipp, Imke-Aita, Julius, Finn Lasse und Herbert nach ihr Wahl in den SPR bzw. als Jugendsprecher-Team.

Mit einer starken Linken die Rechtsentwicklung stoppen

Die Freude über eine starke Linke ist groß. Aber das Erstarken der Rechtsextremen ist eine Herausforderung. Darin sind sich die Mitglieder der Osterholzer Linken einig. Sie wählten auf ihrer Jahreshauptversammlung einen neuen SprecherInnenrat. Er soll die Themen soziale Gerechtigkeit, Friedenssicherung und Klimaschutz nach vorne bringen.

Mit einem stark verjüngten KreissprecherInnenrat geht die Osterholzer Linke in die nächste Wahlperiode. Am Sonntag wurden Johanna-Sophie Jaeger (21) aus Ritterhude und Imke-Aïta Birmele (31), Philipp Schübel (36) und Herbert Behrens (70) aus der Kreisstadt als SprecherInnen sowie die beiden Worpsweder Finn Lasse Döll (18) und Julius Vauth (19) als Jugendsprecherteam gewählt. Thorben Peters, Landesvorsitzender der Linken in Niedersachsen, machte auf die Herausforderungen durch den Mitgliederzuwachs aufmerksam.

Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung berichtete Peters, dass sich die Mitgliederzahl in Niedersachsen verdoppelt habe. Die Eintrittswelle, die im Herbst vergangenen Jahres begonnen habe, habe ihren Höhepunkt erreicht, als die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gemeinsam mit der AfD ihren Antrag zur Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik durchgesetzt habe. „In wesentlichen Punkten wie dem Festhalten an der Schuldenbremse, der Aufrüstung und der Verschärfung des Asylrechts sind die anderen Parteien kaum noch voneinander zu unterscheiden. Wir halten die sozialen Themen hoch. Mieten runter, Löhne rauf und eine Umverteilung, die Milliardäre abschafft! Das sehen auch die vielen Neumitglieder so.“

Im Kreisverband Osterholz sieht es ähnlich aus, berichtete Herbert Behrens für den ehemaligen SprecherInnenrat. Die Mitgliederzahl habe sich auf 90 verdoppelt, davon seien 41 unter 30 Jahre alt, der Frauenanteil sei auf 40 Prozent gestiegen. Aufgrund der positiven Mitgliederentwicklung soll die politische Arbeit in den Ortsverbänden Schwanewede, Lilienthal, Worpswede, Hambergen, Ritterhude und Osterholz-Scharmbeck fortgesetzt bzw. begonnen werden.

Eine bedrohliche Situation sieht die Osterholzer Linke in den Wahlergebnissen für die Rechtsextremen. Angesichts der Wahlergebnisse auch im Landkreis Osterholz bei der Bundestagswahl wollen die Genossinnen und Genossen mit konkreten Forderungen für eine linke Gesellschaftspolitik antworten. „Antifaschismus muss Alternativen bieten“, lautet die Devise.

Mit jungen Menschen innerhalb und außerhalb der Partei soll über ihre Sorgen vor Aufrüstung, Wehrpflicht und Wirtschaftskriegen diskutiert werden. „Wir müssen die soziale Frage und Klimagerechtigkeit zusammenbringen“, sagen die Osterholzer Linken. Damit sollen auch die Weichen für die Kommunalwahl 2026 gestellt werden.

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