Nachrichten aus dem Landkreis Osterholz
Das Aushungern stoppen!
Zwei Teller auf dem Tisch. Einer mit 400 gr. Reis drauf und einer Flasche Wasser dabei. Der andere – leer. Mit einer eindrucksvollen Aktion machten Mitglieder der Osterholzer Linken auf die Hungersnot in Gaza aufmerksam. Betretenes Wegschauen geht angesichts der Katastrophe für die Zivilbevölkerung nicht mehr.
Die Linke Osterholz prangert die Politik der CDU/CSU-SPD-Regierung an, mit Waffenlieferungen den Krieg der rechtsradikalen israelischen Regierung gegen Gaza zu unterstützen. Wie viele Prominente fordern die Osterholzer Mitglieder ungehinderte humanitäre Hilfe für alle Menschen in Gaza durch zivile humanitäre Hilfsorganisationen und UN-Hilfsorganisationen.
Die Vereinten Nationen haben am Freitag offiziell eine Hungersnot in Gaza ausgerufen. Laut UN-Experten befinden sich eine halbe Million Menschen in einer „katastrophalen“ Lage.
Die UN hatten in den vergangenen Monaten bereits mehrfach vor einer Hungersnot in dem Küstenstreifen gewarnt, der durch den Krieg zwischen der extremistischen palästinensischen Bewegung Hamas und Israel zerstört wurde. Die Internationale Überwachungsstelle für Ernährungssicherheit (IPC), ein UN-Gremium mit Sitz in Rom, stellt nun fest, dass sich die Lage im Gazastreifen so verschlechtert hat, dass in der Provinz Gaza, zu der auch Gaza-Stadt gehört, eine Hungersnot herrscht.
Das Leben von 132.000 Kindern unter fünf Jahren sei wegen Unterernährung bedroht, teilte das IPC mit. 41.000 davon würden als besonders bedrohliche Fälle betrachtet, doppelt so viele wie bei der vorherigen Einschätzung im Mai.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist es das erste Mal, dass in einem Land des Nahen Ostens eine Hungersnot ausgerufen wird.




