Nachrichten aus dem Landkreis Osterholz
Angehörige von Kriegsopfern leben auch bei uns
Unter dem Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen“ demonstrierten mehr als 1000 Menschen in Bremen „für den Sozialstaat, gegen den Rüstungsstaat“. So hatte es der Hauptredner Christoph Butterwegge formuliert. Die Linke Kreisverband Osterholz war mit dabei.
„Gerade in Zeiten der globalen Unsicherheit ist es wichtig, dass wir als Nachbarschaft ein starkes Zeichen setzen – gegen das Töten, gegen die gesellschaftliche Verrohung und gegen den aktuellen Rüstungswahn“, sagt Imke-Aïta Birmele aus Osterholz-Scharmbeck, die in Osterholz für das Landratsamt kandidiert.
Warum wir auch in Osterholz laut werden müssen:
Kriege mögen geografisch weit weg sein, doch ihre Auswirkungen spüren wir direkt vor unserer Haustür. In einer vernetzten Welt gibt es keine Konflikte mehr, die uns nicht betreffen. Wenn in der Ukraine, im Iran oder in Gaza Menschen sterben, dann betrifft das auch die Angehörigen unserer Nachbarn hier im Landkreis.
„Krieg ist nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern ihr absolutes Scheitern. Ob in der Ukraine, im Iran oder in Trümmern von Gaza, Kriege lösen keine Probleme, sie verschlimmern sie nur.“
Wir demonstrieren gegen Rüstungskonzerne, die vom massenhaften Töten profitieren, während bei uns das Leben teurer wird. Wir demonstrieren gegen die Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt, die mit der Arbeit dort zur Kriegsvorbereitung beiträgt.
Unsere Forderungen für eine friedliche Zukunft:
- Die Waffen müssen schweigen: In der Ukraine, im Iran, im Libanon und in Gaza. Wir fordern ernsthafte Friedensverhandlungen statt endloser Waffenlieferungen.
- Abrüstung statt Aufrüstung: Je mehr Waffen gehortet werden, desto wahrscheinlicher ist ihr Einsatz. Wir brauchen eine europäische Friedensordnung, die Sicherheit für alle garantiert.
- Friedenstüchtig statt kriegstüchtig: Wir lehnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und deutsche Rüstungsexporte strikt ab. Diplomatie muss an erster Stelle stehen.
- Soziale Sicherheit statt Rüstungswahn: Die Schuldenbremse muss fallen, aber nicht für Milliarden-Investitionen in Waffen, sondern für den sozialen Zusammenhalt, unsere Schulen, den Nahverkehr im Landkreis und den Klimaschutz.

