Linksfraktion lädt ein zur öffentlichen Anhörung mit Bildungsexperten
Das Projekt Campus in Osterholz-Scharmbeck beschäftigt viele Menschen in der Stadt. Auch der private Bildungsanbieter Phorms AG hat Interesse an einer Beteiligung angemeldet.
In einer öffentlichen Anhörung will die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck diskutieren, welche Anforderungen Eltern, Schüler, Lehrer und andere Bildungsexperten an das Projekt CAMPUS in Osterholz-Scharmbeck stellen. Dabei soll insbesondere die Frage, ob in dessen Rahmen kommunale Bildungspolitik für private Bildungsanbieter geöffnet werden soll, eine Rolle spielen. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 30.Januar, von 18 bis 20.30 Uhr Sitzungssaal des Rathauses in Osterholz-Scharmbeck.
Als Bildungsexpertinnen und -experten nehmen Elternvertreter, Lehrer und Schüler, ein Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Osterholz, die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt sowie die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag, Christa Reichwaldt, teil. Die Veranstaltung steht allen interessierten Bürgrinnen und Bürgern offen.
Das Konzept „CAMPUS für lebenslanges Lernen Osterholz-Scharmbeck“ wird von der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat unterstützt. Mit dem CAMPUS soll in der Kreisstadt ein Ort der Bildung und Begegnung für Bürgerinnen und Bürger der Stadt und darüber hinaus entstehen. Er soll durch seine Architektur und seine inhaltliche Ausrichtung die Menschen anregen, sich aktiv an Bildung und dem gesellschaftlichen Miteinander zu beteiligen. Bürgerschaftliche Teilhabe ist daher ebenso ein Schlüsselwort für den CAMPUS wie das lebenslange Lernen.
Dazu gehört die Einbindung einer Vielzahl von Akteuren schon in den ersten Stadien des Entstehens des CAMPUS. In der Planungsgruppe „Neue Schule“ wurden die Schulleitungen und Lehrkräfte der Haupt- und Realschule sowie der Schule am Klosterplatz, ergänzt um Vertreter der Haupt- und der Realschule sowie Elternvertreter der Realschule einbezogen. Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich mit der Entwicklung des Komplexes Mensa/Aula/Medienzentrum beschäftigt.
Die bisherigen Aktivitäten zeigen, dass eine Vielzahl von Akteuren, Interessenten, Entscheidern und zukünftigen Nutzern des CAMPUS in die Entwicklung einbezogen werden müssen. Für den nachhaltigen Erfolg des CAMPUS ist die Einbindung einer Vielzahl von lokalen und regionalen Akteuren wichtig. Auch nach Auffassung der LINKEN soll ein Netzwerk entstehen, das sowohl die Entwicklung, als auch den Betrieb des Campus begleitet.
In diese konstruktive Entwicklungsarbeit platzte die Nachricht, dass sich der private Bildungsanbieter Phorms AG mittels eines Public-Private-Partnership-Projektes (PPP) an der Errichtung und dem Betrieb eines Bildungscampus in Osterholz-Scharmbeck beteiligen will und dass hierüber Gespräche zwischen dem Bürgermeister und der Phorms AG bereits seit einiger Zeit gelaufen sind. Aus diesem Grund wird die Frage des privatwirtschaftlichen Engagements in diesem Projekt ein wichtiges Thema der Anhörung sein.
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