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Errichtung von TETRA-BOS-Sendetürmen

Landkreis Osterholz. Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE am 20. Oktober 2009 befasste sich eingehend mit dem geplanten Bau von TETRA-BOS-Sendetürmen. Mit der nachfolgend dokumentierten...

 

Presseinformation

30/2009

DIE LINKE. Osterholz bezieht Stellung zur

Errichtung von TETRA-BOS-Sendetürmen

Landkreis Osterholz. Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE am 20. Oktober 2009 befasste sich eingehend mit dem geplanten Bau von TETRA-BOS-Sendetürmen. Mit der nachfolgend dokumentierten Entschließung wendet sich DIE LINKE an die Öffentlichkeit und an die Kreisvorstände der Partei in Niedersachsen sowie an die LINKEN-Politikerinnen und -Politiker im niedersächsischen Landtag und im Bundestag:

Das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit gehört für die Partei DIE LINKE zu den unveräußerlichen Menschenrechten. Der Schutz der Umwelt und der Schutz des Menschen vor den negativen Folgen und Auswirkungen einer oftmals am Profit orientierten, unkontrollierten Gestaltung und Anwendung neuer Technologien und Produkte gehört daher zu einem der Grundpfeiler ihrer Politik.

Gerade weil die mittel- und langfristigen gesundheitlichen Folgen des vermehrten Einsatzes von Technologien wie WLAN, UMTS u.ä. heute entweder noch offen bzw. umstritten sind, gilt dies ohne Einschränkungen auch für Belastungen der Bevölkerung durch Funkstrahlen und Elektrosmog infolge der Errichtung z.B. von TETRA-BOS-Sendeanlagen im Landkreis Osterholz.

Wie das Beispiel der „Entsorgung“ von Atommüll im Asse-Bergwerk bei Wolfenbüttel jüngst erneut gezeigt hat, sind es – neben Schlamperei und Unkenntnis - immer wieder vor allem wirtschaftliche Gründe, die Unternehmen, Betreiber und – leider – auch öffentliche Auftraggeber dazu veranlassen, die schädlichen Folgen und Risiken technischer Anlagen, wie im konkreten Fall von TETRA-BOS-Sendetürmen, entweder gar nicht, nicht rechtzeitig oder nicht ausreichend zu ermitteln und die Betroffenen darüber rechtzeitig und umfassend zu informieren. Dass die Einwohner in den Gemeinden Axstedt und Lübberstedt im Landkreis Osterholz erst im Nachhinein und aus der Presse von der geplanten Errichtung von TETRA-BOS-Sendetürmen in ihrem Wohnumfeld erfahren haben, ist ein Skandal und zutiefst undemokratisch. Angesichts der vielfältigen Gesundheitsgefahren, die sich nach Ansicht renommierter Experten aufgrund der anhaltenden Strahlen-Belastung vor allem für die unmittelbaren Anwohner derartiger Sendetürme ergeben, ist es zudem mehr als fahrlässig.

Die Mitgliederversammlung der Partei "DIE LINKE" im Landkreis Osterholz vom 20. Oktober 2009 verurteilt daher dieses Vorgehen der zuständigen Behörden. Sie fordert die verantwortlichen Politiker sowohl in den betroffenen Gemeinden als auch auf Kreis- und Landesebene nachdrücklich auf, die ihnen vorliegenden Informationen zu der Errichtung von TETRA-BOS-Sendetürmen im Landkreis Osterholz sowie zu den damit verbundenen gesundheitlichen Gefährdungen und Risiken umfassend offenzulegen und alle hinsichtlich der Errichtung der Sendetürme bereits getroffenen Entscheidungen nochmals zu überprüfen. Falls sich herausstellen sollte, dass diese Entscheidungen aufgrund von Vorgaben der Bundesregierung auf lokaler Ebene nicht mehr rückgängig gemacht werden können, fordert die Mitgliederversammlung die Abgeordneten der Partei DIE LINKE im niedersächsischen Landtag sowie im Bundestag auf, gemeinsam mit den Betroffenen Schritte und Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, die sich aus der Errichtung der Sendetürme ergebenden gesundheitlichen Gefährdungen abzuwenden.

Osterholz-Scharmbeck, den 20. Oktober, 3271 Anschläge

Download als Pdf: Presseerklärung

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