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Nachrichten aus dem Landkreis Osterholz


Beste Bildung braucht beste Schulen!

„Wir hatten bereits Wochen deutlich gemacht, dass wir den neuen Plan einer vierzügigen IGS nicht mittragen werden“, sagt Herbert Behrens, Vorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck. „Schule und Politik haben unter Leitung eines externen Büros in zwei Workshops sehr intensiv über den notwendigen Raumbedarf gesprochen. Die Fünfzügigkeit der Schule war nie strittig.“

Dass 14 Tage vor dem Bildungsausschuss die Verwaltung mit einem Mal die Vierzügigkeit auf dem Tisch packt, hat mit ernsthafter Beteiligung nichts mehr zu tun. Doch DIE LINKE kritisiert über das Überrumpeln von Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Politik hinaus, dass die Workshop-Ergebnisse nicht akzeptiert werden.

Im Jahr 2018 gingen die Planer noch von einem Raumbedarf für eine fünfzügige IGS von rund 11.000 Quadratmetern aus. Die Beratungen in den Workshops ergaben einen Raumbedarf von 10.334 Quadratmeter, der dann noch einmal sieben Prozent auf 9647 Quadratmeter eingedampft wurde. „Das Schulleitungsteam konnte vielen Lösungen zur Einsparung zustimme°, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Welchen konnten sie nicht zustimmen° fragt die Linksfraktion. Nun also weg von der Fünfzügigkeit hin zu einer Kapazität, die es heute und in Zukunft nicht allen Kindern erlaubt, zur IGS gehen zu können, weil man räumlich am Ende ist. Das ist doch kein zukunftsweisendes Schulangebot für den oft beschworenen Bildungsstandort Osterholz-Scharmbeck!

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Linksfraktion: „Uns Politikerinnen und Politikern wurde immer wieder gesagt, nicht finanzielle Gründe seien die Begründung für die Flächenreduzierungen und die aktuelle Neuplanung. Durch einen höheren Beitrag vom Landkreis und die zeitliche Streckung bei der Tilgung des Kredites seien die Baukosten zu stemmen. Der Kostenvorteil für die kleinere Schule beträgt 4,2 Millionen Euro. Natürlich brauchen wir keine leeren Hüllen, die für die Qualität einer guten Bildung keine Bedeutung hätten. Aber davon war in den Workshops nie die Rede. Im Gegenteil. Es wurde immer nach maximaler Auslastung der zu bauenden Flächen und Räume gesucht, die der Qualität dienen. Nun also binnen weniger Wochen eine radikale Wendung des Projekts. Das wir als Politikerinnen und Politiker an der neuen Planung nicht beteiligt worden sind ist das Eine. Unsere Gespräche mit Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräften deuten aber darauf hin, dass auch sie nicht einbezogen worden sind in die Neuplanung. Es hieß aber immer, die Schule sei einbezogen gewesen. Wer sagt die Wahrheit? Das neue Argument und die Begründung für die Vierzügigkeit ist, dass die Oberschule auf dem Campus leer laufen könnte. Eine fünfzügige IGS sei neben einer dreizügigen Oberschule (Lernhaus) nicht in jedem der kommenden Schuljahre erforderlich, heißt es in der Ausschussvorlage der Verwaltung. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass die Zahl ohne Inklusionschülerinnen und -schüler gerechnet worden ist. Diese werden wegen des höheren Bedarf mal zwei gerechnet. Auch die möglichen Zugänge durch weitere geplante Baugebiete in der Stadt werden nicht berücksichtigt. Das halten wir für keine solide Planung. Selbst die sehr knapp kalkulierten Zahlen der Verwaltung zeigen, dass drei Jahre nach der geplanten Fertigstellung, eine vierzügige IGS zu klein sein würde. Dann soll es nach einem 48-Millionen-Projekt eine Erweiterung der IGS geben?

Damit wäre der nächste kritische Punkt angesprochen. Wenn wir jetzt wissen, dass nach Zahlen der Verwaltung eine vierzügige IGS im Schuljahr 2029/2030 zu klein sein würde, wann würden dann der Bau beginnen müssen. Ist denn die in den Workshops rauf und runter diskutierte Clusterschule, wo also Jahrgänge auf gemeinsame Flächen übergreifende Aktivitäten entwicklen sollen, möglich? Immer wieder war in den Planungen von der jahrgangsbezogenen Arbeit die Rede.

Wir sind der Meinung, dass wir den Kindern eine zukunftsweisende Bildung angedeihen lassen müssen. Die Linksfraktion will die heute schon völlig überholte Vorstellung, dass Klassengrößen von 30 Schülerinnen und Schülern bei der Raumplanung zugrunde gelegt werden, schnellstmöglich ändern. Wir sind als Stadt für den Schulbau zuständig, die Landesregierung für eine vernünftige Schulpolitik und die entsprechende personelle Ausstattung. "Heute schon an morgen denken" ist ein gängiger Spruch in der Politik. Aber durchaus ein sinnvoller. Auf das Projekt Neubau IGS bezogen hieße das: Fünfzügig bauen!

Wenn der Bestand der zur Oberschule zusammengelegten Haupt- und Realschule gefährdet werden sollte, dann sollten sie in eine IGS integriert werden. Eine IGS mit zwei Standorten wäre ja nichts Ungewöhnliches, wie die IGS in Lilienthal und Grasberg zeigt.

Beste Bildung braucht beste Schulen.

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