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Herbert Behrens (5. von links) und Mizgin Ciftci (2. von rechts) von der Stadtratsfraktion der LINKEN trafen im Kulturzentrum Osterholz-Scharmbeck auf den Vorstand der Jesidischen Gemeinde

„Gemeinsam für eine demokratische Gesellschaft“

Die Fraktion der LINKEN im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck hat 240 Euro für die Integrationsarbeit der Jesidischen Gemeinde gespendet. Die Spende stammt aus der Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Kommunalpolitiker, die der Stadtrat 2016 gegen die Stimmen der LINKEN durchsetzte. Der Verein "Jesidische Gemeinde" bietet seit 2011 im Kulturzentrum Kleinbahnhof verschiedene Beratungsangebote für Migranten und Flüchtlinge an. Darüberhinaus engagiert sich die Gemeinde im interkulturellen und interreligiösen Dialog der Stadt; auch in der offenen Jugendarbeit sind ihre Mitglieder aktiv.

„Unsere Angebote stehen allen Menschen offen, egal welcher Religion sie angehören. Wir wollen Begegnung schaffen und Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringen“, erklärt Ceylan Tozo. Die 24-jährige Erziehungswissenschaftlerin wurde vor wenigen Jahren in Vereinsvorstand der Jesiden gewählt und kümmert sich dort besonders um die Belange von Frauen und jungen Menschen. „Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Tozo.

Jesiden bilden eine religiöse Minderheit unter den Kurden. In den 1980er-Jahren flüchteten einige Familien aus der Türkei in das Stadtgebiet, weil sie dort unter ethnischer und religiöser Verfolgung litten. In den vergangenen Jahren zogen weitere Jesiden aus dem Irak in das Stadtgebiet, nachdem die Terrororganisation „Islamischer Staat“ begann, sie dort völkermörderisch zu verfolgen. In der Kreisstadt lebten derzeit etwa 70 jesidische Familien, schätzt Tozo.

„Die Jesiden leisten einen wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt“, begründet Herbert Behrens, LINKEN-Sprecher im Stadtrat, die Spende seiner Fraktion. Er wünscht sich auch in Zukunft eine starke Zusammenarbeit im Kampf gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und betrachtet die Gemeinde dabei als vertrauenswürdigen Bündnispartner: „Gemeinsam mit anderen können wir eine demokratische und solidarische Gesellschaft aufbauen, in der Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz haben und ein menschenwürdiges Leben für alle möglich ist“, so Behrens im Gespräch mit dem Vorstand der Gemeinde.

Die vierköpfige Linksfraktion im Stadtrat spendet nun im dreimonatigen Rhythmus den Betrag von 240 Euro für gemeinnützige Zwecke. Interessenten können hierfür die Fraktion direkt anfragen unter kreisverband@die-linke-ohz.de.