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300 Sportlerinnen und Sportler der drei Lilienthaler Vereine demonstrieren für einen Sportplatz auf dem Gelände Schoofmoor.

Der Sportplatz muss Sportplatz bleiben!

Lilienthal entwickelt sich zum Demo-Zentrum: waren es vor zwei Monaten ca. 150 Eltern und Kinder, die wegen fehlender Kita-Plätze auf die Straße gingen, so zogen am Dienstag, 26.August 2018, nun ungefähr 300 Sportlerinnen und Sportler der drei Lilienthaler Vereine vor das Rathaus. Anlass: Der Bauausschuss sollte beschließen, dass ein Bebauungsplan aufgestellt wird für einen Sportplatz auf dem Sportgelände Schoofmoor. Gebaut werden soll dort eine neue Grundschule, die Lilienthal dringend benötigt.

Offenbar ließ sich der Bürgermeister vom Protest beeindrucken. 20 Minuten vor der Sitzung versprach er den Sportlerinnen und Sportlern plötzlich eine neue Alternative, die er aber erst im Oktober dem Ausschuss vorstellen könne. Die Bebauung des Sportplatzes sei jetzt nur noch „Plan B“. Die Sportler und der Linke Reinhard Seekamp, der auch an der Demonstration teilgenommen hatte, mochten allerdings dem Bürgermeister kaum glauben. In der Ausschusssitzung erklärte Seekamp: „Es ist unglaublich, hier eine halbe Stunde vor der Sitzung eine völlig neue Strategie des Bürgermeisters zu hören, für die es noch nicht einmal eine Vorlage gibt.“

Er traute seinen Ohren kaum, als der Bürgermeister seinen neuen „Plan A“ skizzierte und in einem neuen Baugebiet nun nicht nur eine neue Schule, eine Sporthalle und einen Sportplatz, sondern auch noch eine Kita und sogar sozialen Wohnungsbau versprach. Dieser Standort war vor zwei Monaten u.a. auch von der Linken vorgeschlagen worden für eine neue Schule. Seinerzeit hatte der Bürgermeister dies als nicht machbar deklariert. Der Sportplatz sei der einzig mögliche Platz in Lilienthal. Die Linken hatten schon damals als einzige Fraktion diesem Platz nicht zugestimmt.

„Rein vorsorglich“ forderte der Bürgermeister dennoch einen Bebauungsplan für den Sportplatz – dem konnte die Linke keinen Glauben schenken, wie auch die Grünen, die Querdenker und sogar die FDP, die mit der CDU in Lilienthal eine Gruppe bildet. CDU und SPD folgten dennoch – wie immer – brav und brachten den Bebauungsplan mit 5 gegen 4 Stimmen auf den Weg.