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Rechte Straftaten auf Rekordhoch: Rechter Hass darf keine Normalität werden

KV Osterholz

Die neuesten Zahlen zu rechten Straftaten in Niedersachsen sind alarmierend: Allein im zweiten Quartal 2025 wurden 894 rechtsmotivierte Straftaten registriert, darunter 40 Gewaltdelikte. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die bedroht, beleidigt oder angegriffen werden, weil sie anders aussehen, anders lieben, eine andere Religion haben oder sich für eine offene Gesellschaft einsetzen.

Auch wir hier im Landkreis Osterholz dürfen nicht so tun, als beträfe uns das alles nur die Großstädte. Rechte Hetze, Verschwörungserzählungen und menschenfeindliche Parolen machen längst auch vor kleineren Städten und Gemeinden keinen Halt mehr. Ob in sozialen Netzwerken, auf Schulhöfen, bei Demonstrationen oder am Stammtisch: Das gesellschaftliche Klima hat sich spürbar verändert.

Besonders erschreckend ist die hohe Zahl sozialdarwinistischer Straftaten. Dahinter steckt die menschenverachtende Vorstellung, dass manche Menschen angeblich „mehr wert“ seien als andere. Dieses Denken richtet sich gegen arme Menschen, gegen Menschen mit Behinderung, gegen Geflüchtete, gegen Wohnungslose und gegen all jene, die nicht in ein rechtes Weltbild passen.

Als Die Linke Kreis Osterholz sagen wir klar:
Menschenwürde ist nicht verhandelbar.

Wir stehen solidarisch an der Seite aller Betroffenen rechter Gewalt und Diskriminierung. Gerade in ländlichen Regionen ist es wichtig, dass Betroffene wissen: Ihr seid nicht allein. Eine demokratische und vielfältige Gesellschaft lebt davon, dass Menschen füreinander einstehen. Auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck genauso wie in Ritterhude, Lilienthal, Grasberg, Hambergen oder Worpswede.

Rechte Gewalt entsteht nicht im luftleeren Raum. Wer ständig gegen Geflüchtete hetzt, soziale Gruppen gegeneinander ausspielt und autoritäre Antworten salonfähig macht, verschiebt die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts. Wenn soziale Unsicherheit wächst und Menschen gegeneinander ausgespielt werden, profitieren am Ende nur diejenigen, die Hass und Angst politisch nutzen wollen.

Darum braucht es mehr als warme Worte. Wir fordern:

  • einen besseren Schutz für Betroffene rechter Gewalt,
  • starke Beratungs- und Unterstützungsstrukturen auch im ländlichen Raum,
  • eine konsequente Bekämpfung rechter Netzwerke,
  • und eine soziale Politik, die Menschen Sicherheit gibt statt sie gegeneinander auszuspielen.

Für uns ist klar: Der Kampf gegen Rechts ist keine Aufgabe einzelner Gruppen. Er geht uns alle an. Demokratie verteidigt man nicht nur bei Wahlen, sondern jeden Tag im Alltag, im Verein, am Arbeitsplatz und auf der Straße.

Solidarisch. Vielfältig. Unbeugsam.
Für eine offene Gesellschaft. Auch hier im Kreis Osterholz.

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