Landkreis Osterholz. Die geplante Befragung der Eltern im Ostkreis zur besten Schulform für ihre Kinder läuft ins Leere. Eine echte Alternative zur IGS Ost haben neue Entscheidungen der Landesregierung zur Oberschule zunichte gemacht. CDU und FDP im Landtag durchkreuzten die Pläne von Kultusminster Bernd Althusmann für eine Oberschule, an der Schülerinnen und Schüler auch das Abitur ablegen können. Die Regierungsfraktionen hatten am Freitag vergangener Woche außerdem vorgeschlagen, dass Oberschulen grundsätzlich nur dann eine gymnasiale Oberstufe bekommen dürfen, wenn am gleichen Ort gleichzeitig eine Gesamtschule mit Oberstufe geschlossen wird. „Das ist eine Kampfansage an die Eltern, die für ihre Kinder die bestmögliche, wohnortnahe Bildung bis zum Abitur haben wollen“, sagt Herbert Behrens, Kreisvorsitzender der Osterholzer LINKEN:
Peter Flieshardt, für DIE LINKE im Kreistag, zweifelt vor diesem Hintergrund daran, dass die von der Kreisverwaltung vorgeschlagene Elternbefragung in Lilienthal, Grasberg und Worpswede überhaupt sinnvoll ist. „Die Option eine Oberschule lediglich mit einem Gymnasialzweig von Klasse 5 bis 10 ist keine Alternative zur IGS. Die Schulpolitik in Niedersachsen schadet mit ihrem Geschacher den Interessen der Kinder im Landkreis Osterholz – und zwar ausschließlich aus ideologischen Gründen“, empört sich Flieshardt.
Für die Osterholzer LINKEN ist eine von Eltern und Kreistag gewünschte Integrierte Gesamtschule für Lilienthal, Worpswede und Grasberg das vorrangige Ziel gewesen. „Die Landesregierung vereitelte den Wunsch von Eltern und Politikern mit juristischen Mitteln. Wir werden im Landkreis nur einer Alternative zustimmen können, die den Kindern gleiche Bedingungen sichert, egal ob sie eine Oberschule oder eine Integrierte Gesamtschule besuchen“, sagt Peter Flieshardt.