Bernd Rugen hält Wort. Am Donnerstag, 10. Dezember, um 16.00 Uhr wird er eine Sachspende in Form von dringend benötigten neuen Lautsprechern für das Jugendzentrum in der Scheune übergeben. Rugen gibt 300 Euro seiner Aufwandsentschädigung für die Jugendarbeit in Worpswede ab. Und weil noch 100 Euro für gute Lautsprecher fehlten, legt der Bundestagsabgeordnete der LINKEN Herbert Behrens diesen Betrag als Spende oben drauf.
Anfang des Jahres hatte der Kommunalpolitiker die Kürzung der Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder für Rats- und Ortsratsmitglieder gefordert. „Da immer wieder Sparmaßnahmen zulasten der Bürgerinnen und Bürger, wie Abgabenerhörungen und Einsparungen von freiwilligen Leistungen, beschlossen werden, sollten die Rats- und Ortsratsmitglieder nicht ausgenommen werden“, sagt Rugen und weiter: „Wenn es unvermeidbare Abgabenerhörungen für die Bürgerinnen und Bürger geben muss, dann muss Jeder seinen Beitrag dazu leisten – auch die Kommunalpolitiker.“ CDU, FDP und SPD lehnten den Antrag von Rugen ab, die UWG unterstützen den Kommunalpolitiker der LINKEN. Bernd Rugen belässt es nicht nur bei Worten, sondern kürzt seine Aufwandsentschädigung selbst und spendet für einen guten Zweck.
Würden alle Rats- und Ortsratsmitglieder seinem Beispiel folgen, würde der Gemeindehaushalt jährlich um cirka 15.000 Euro entlastet. „Das sind in der Legislaturperiode von fünf Jahren rund 75.000 Euro“, rechnet Rugen vor, „mit dieser Summe ließen sich durchaus einige Projekte verwirklichen, die angesichts der prekären Haushaltslage keine Chance haben.“