Rund 70 Hundefreunde versammelten sich am 6. Januar vor dem Rathaus in Osterholz-Scharmbeck. Sie protestierten damit gegen die vom Rat beschlossene Erhöhung der Hundesteuer. Der hatte im Dezember mit den Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD beschlossen, die Hundebesitzer in Osterholz-Scharmbeck mit 198.500 Euro zur Finanzierung des Stadthaushaltes heranzuziehen. Bisher betrugen die Einnahmen aus der Hundesteuer 145.000 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von rund 37 Prozent.
Die Mitglieder der Linksfraktion im Rat der Stadt, Sonja Lies (parteilos) und Herbert Behrens, unterstützen den spontanen Protest der Bürgerinnen und Bürger. Sie verteilten gemeinsam mit Mitgliedern der LINKEN Hundeknochen. Daran hatten sie kleine Zettelchen mit Forderungen der Hundebesitzer und Positionen der Linksfraktion geheftet. Sonja Lies: "Wir nehmen den Protest der Hundefreunde ernst und werden einen neuen Antrag zur Hundesteuer in den Rat einbringen."
Die Hundebesitzer haben noch am Freitag angekündigt, dass sie am 13. Februar wieder vors Rathaus ziehen werden, um die ungerechte Erhöhung zu Fall zu bringen. Sie wollten zwar ihren Steuerbeitrag leisten, die enorme Steigerung von z. B. 40 Prozent beim ersten Hund wollen sie nicht akzeptieren.