Während die öffentliche Verschuldung in Deutschland im Rekordtempo steigt, schnellt im Gegenzug das private Nettovermögen rasant in die Höhe. Die „Reichtumsuhr“ dokumentiert den Anstieg im Sekundentakt. Sie basiert auf Daten wie dem privaten Geld-, Sach- und Immobilienvermögen. Eine Vermögenssteuer von einem Prozent auf das Nettovermögen oberhalb von 500.000 würde pro Jahr Einnahmen von etwa 20 Milliarden Euro für den Bundeshaushalt bringen.
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Wer Hunde aus dem Tierheim nimmt, soll entlastet werden

Die Linksfraktion wird einen Antrag zur Senkung der Hundesteuer in den Osterholz-Scharmbecker Rat einbringen. Besitzer von einem Hund und von zwei Hunden sollen je Hund 1 Euro mehr pro Monat zahlen. Diejenigen, die drei und mehr Hunde halten, sollen nicht zusätzlich belastet werden. Außerdem greift die Linksfraktion einen Gedanken der Grünen von vor vier Jahren auf und beantragt, dass für Hunde aus dem Osterholz-Scharmbecker Tierheim zwölf Monate lang keine Steuern zu bezahlen sind.
Leider gab es keine Möglichkeit, einen zwischen den Fraktionen abgestimmten Antrag einzubringen. Statt dessen bringt die CDU-Fraktion einen eigenen Antrag ein. Die anderen Fraktionen meldeten sich auf die Anfrage der Linksfraktion nicht zurück.
Zum Antrag der Linksfraktion hier klicken.
Tierfreunde wollen sich wieder vor dem Rathaus treffen
Die Gegner der drastischen Hundesteuererhöhung haben sich für Sonnabend, 4. Dezember, um 10.30 Uhr wieder vor dem Rathaus verabredet. Alle Unterstützer der Hundebesitzer sind herzlich eingeladen, um für eine Änderung des Ratsbeschlusses vom Dezember zu demonstrieren.
DIE LINKE. Osterholz unterstützt die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einem Bündnis für die Schlecker-Beschäftigten. Nicht Anton Schlecker sondern Tausende von Verkäuferinnen und Verkäufer haben Schlecker aufgebaut und ein großes Vermögen geschaffen. „Im Landkreis Osterholz sind die Beschäftigten in fünf Märkten von der Insolvenz betroffen. Sie haben zusammen mit mehr als 30.000 Kolleginnen und Kollegen ein Recht darauf mitzubestimmen, wie es mit dem Unternehmen weitergehen soll. Die Politik darf nicht zulassen, dass Anton Schlecker und seine Lieferanten allein über die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze entscheiden", erklärt der Kreisverband Osterholz der Partei DIE LINKE zur aktuellen Entwicklungen bei der insolventen Drogeriekette Schlecker.
Siehe auch: PM_120131_Schlecker
Kommentar von Thomas Krüger, Osterholz-Scharmbeck
Selbstverständlich müssen soziale Aspekte Berücksichtigung finden. Ein Tier darf nicht unter der Armut seines Besitzers leiden. Diese Abgabe muss also sozial gelistet sein, Ermäßigungen aus sozialen Gründen sind zudem möglich. Eine kostenfreie Abgabe von Kotbeuteln wäre ein Entgegenkommen. Sehr unverständlich ist eine höhere Steuergebühr für den Zweit- oder Dritthund. Wie ist hier ein Mehraufwand, neben einer ordnungspolitischen Option zu errechnen? Nicht nachvollziehbar ist die Erhebung der Abgabe für Pflegetiere.
Es muss aber auch die im Ganzen richtige Aktion kritisiert werden! Richtig ist es, weitergehenden Protest anzukündigen und zu formulieren. Deklarationen, denen per Akklamationen zuzustimmen ist, sind dabei im Vorfeld abzustimmen. Ich konnte keinem der Anträge zustimmen, die vor dem Rathaus formuliert worden waren, weder der Erhebung einer Steuer auf Katzen- oder Pferdehaltung, noch einer moderaten Erhöhung der „Hundebesitzabgabe“. Steuern auf private Tierhaltung sind, nach meiner Empfindung, unrichtig. Es darf zu keiner Spaltung der Tierhalterszene kommen.
Ich wundere mich (dem Reportagebild nach zu urteilen), dass diese Erklärungen Zustimmung bis in den Kreistag finden. Zu loben ist das Engagement des Bürgermeisters Wagener, der sich der Diskussion stellte und der Partei DIE LINKE. Zu tadeln ist das Verhalten der Grünen, die sich vor Ort nicht erklärten.
Dorothea Brauns, Osterholz-Scharmbeck
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stellt fest, Riestern lohnt sich nicht wirklich. In einer Studie rechnet das DIW vor: Eine Frau, die mit 35 Jahren einen Riester-Vertrag abschließt, hat erst mit 77 Jahren ihre eingezahlten Beiträge wieder heraus. Will sie eine Rendite von 2,5 Prozent erzielen, muss sie bis zum 90. Geburtstag warten.
Als Nachteile für die Versicherten werden folgende Punkte aufgeführt:
"Die Riester-Rente ist ein Totalausfall für die Versicherten und ein Goldesel für die Versicherer", stellt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage fest. "Sie trägt weder zur Lebensstandardsicherung und schon gar nichts zur Armutsbekämpfung bei. Mit der Riester-Rente kann die politisch willkürlich gerissene Versorgungslücke im Alter nicht geschlossen werden." sagt Birkwald.
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