Landkreis Osterholz. DIE LINKE unterstützt die Forderung der Ge-werkschaft ver.di nach einem Bündnis für die Schlecker-Beschäftigten. Nicht Anton Schlecker sondern Tausende von Ver-käuferinnen und Verkäufer haben Schlecker aufgebaut und ein großes Vermögen geschaffen. Allerdings soll von den geschätzten zwei Milliarden Euro Privatvermögen nichts mehr da sein!
„Im Landkreis Osterholz sind die Beschäftigten in fünf Märkten von der Insolvenz betroffen. Sie haben zusammen mit mehr als 30.000 Kolleginnen und Kollegen ein Recht darauf mitzubestimmen, wie es mit dem Unternehmen weitergehen soll. Die Politik darf nicht zulas-sen, dass Anton Schlecker und seine Lieferanten allein über die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze entscheiden", erklärt der Kreisverband Osterholz der Partei DIE LINKE zur aktuellen Ent-wicklungen bei der insolventen Drogeriekette Schlecker.
Um die Arbeitsplätze bei Schlecker zu retten, sollen Besitzer Anton Schlecker, aber auch die Lieferanten und andere Einzelhandelsketten herangezogen werden. „Sie waren die Profiteure des ungezügelten Wettbewerbs der vergangenen Jahre. Nach Zahlen der Bundesbank haben sich die Unternehmensgewinne im Einzelhandel in den vergangen Jahren fast verdoppelt, von 11,8 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 20,2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Die Leidtragenden des brutalen Wettbewerbs waren die Beschäftigten, deren Löhne gesenkt oder deren Arbeitsplätze abgebaut wurden. Vor diesem Hintergrund ist die Haltung der Bundesregierung, sich nicht in das Insolvenzverfahren einzumischen, grundfalsch“, sagt der Bundestagsabgeordnete und Osterholzer Kreisvorsitzende der LINKEN, Herbert Behrens.
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